Dyson

Dyson Staubsauger Test

Welcher ist der beste Dyson: V10, V8, V7 oder V6?

Reicht heute tatsächlich ein kabelloser Dyson Staubsauger für ein ganzes Haus oder eine grosse Wohnung? Und welcher ist der beste aus dem Hause Dyson? Diese Fragen sollen hier geklärt werden. Ausserdem gibt es Auskunft zu den wichtigsten Unterschieden der einzelnen Modelle Dyson V10, Dyson V8, Dyson V7 und Dyson V6 sowie den jeweiligen Modellvarianten Absolute, Animal, Fluffy und Motorhead.

Die Unterschiede bei Dyson V6, V7, V8 und V10

Welcher ist der beste Dyson Staubsauger?

Vom Dyson V6 zum Dyson V10

Der Dyson V6 führte 2015 die V-Klasse in die Modellbezeichnungen von Dyson ein. Das war auch schon eine der grössten Neuerungen gegenüber dem Vorgängermodell DC59 und seinen verschiedenen Varianten. Bei den wesentlichen Leistungsdaten gab es keine Verbesserung. Der V6 konnte wie sein Vorläufer nach circa drei Stunden Ladezeit gerade einmal sechs Minuten mit voller Kraft saugen. Bei reduzierter Saugkraft reichte der Akku dann auch nur rund eine Viertelstunde. Zusammen mit einem 0,4 Liter grossen Auffangbehälter und dem akzeptablen Gewicht von gut zwei Kilogramm war der V6 ein passabler Handstaubsauger für kleinere Verschmutzungen. Für grosse Wohnflächen reichte das noch lange nicht, da Dyson im Gegensatz zu anderen Herstellern wie zum Beispiel Gtech keinen wechselbaren Akku anbot – was sich leider bei Dyson auch bis heute nicht geändert hat.

An anderen Stellen hat Dyson aber kontinuierlich an seinen kabellosen Staubsaugern gearbeitet. Das zeigte schon der Dyson V8, der 2016 erschien. Der V8 war das erste echte neue Akkusauger-Modell seit dem DC59. Die Weiterentwicklung war klar zu erkennen: Die Akkulaufzeit hatte sich in etwa verdoppelt, ein neuer digitaler Motor lieferte mehr Saugkraft. Ausserdem war der Staubbehälter etwas gewachsen und beim V8 gab es erstmals einen HEPA-Filter in den Dyson Akkusaugern. Das Gerät hatte aber auch einen gravierenden Nachteil: Der V8 war im Schnitt rund 200 CHF teurer als der V6, welcher mit Verkaufspreisen von etwas über 300 CHF auch kein  Schnäppchen war. Um dennoch nicht nur die gut betuchte Klientel anzusprechen, schob Dyson 2017 den etwas günstigeren, abgespeckten Dyson V7 nach. Der V7 erreichte aber immerhin noch eine Betriebsdauer von bis zu 30 Minuten im Handbetrieb oder 20 Minuten mit Bodensaugdüse. Im sogenannten Max-Modus mit höchster Saugleistung war aber auch beim V7 nach gerade einmal sechs Minuten Schluss. Wieder wesentlich mehr Leistung verspricht dagegen der 2018 vorgestellte Dyson Akkusauger V10.

Geschichte: Mit dem ersten beutellosen Staubsauger hat James Dyson in den Achtzigerjahren den Markt revolutioniert und das Staubsaugen praktisch neu erfunden. Diese und andere Ideen, aber auch eine grosse Marketing-Offensive machten Dyson schnell zur festen Grösse unter den führenden Herstellern. 2006 präsentierte Dyson dann den ersten kabellosen Handstaubsauger. Solche Geräte gab es damals zwar schon länger, mit ihrer geringen Saugleistung fristeten sie aber eher ein Nischendasein als Krümelsauger in Küchen oder am Esstisch. Die Dyson Modelle versprachen mehr und entwickelten sich laufend weiter. Praktisch jedes Jahr zeigte das Unternehmen eine neue Generation und wollte mit den Akkusaugern immer mehr den klassischen Schlittenstaubsauger ersetzen.

Dyson Staubsauger V6 / V7 / V8 / V10

Abbildung: Dyson V6 / V7 / V8 / V10


Die kabellosen Dyson Akkusauger im Überblick:

  • 2018 Modelle: Dyson V10 Cyclone in 4 Ausführungen: Absolute, Fluffy, Animal, Moterhead
  • 2017 Modelle: Dyson V7 in 2 Ausführungen: Trigger, Moterhead
  • 2016 Modelle: Dyson V8 in 4 Ausführungen: Absolute Pro, Absolute, Fluffy, Animal+, Moterhead
  • 2015 Modelle: Dyson V6 in 2 Ausführungen: Fluffy, Trigger+

Dyson V10 im Test

Der Ersatz des herkoemmlichen Staubsaugers

Hält der Dyson V10 das Versprechen, nie wieder mit Kabel saugen zu müssen? Wer eine Wohnung oder ein Haus mit mehreren Etagen zu reinigen hat, weiss, wie herrlich einfach das Leben mit einem kabellosen Gerät wird. Nie wieder hängt das Kabel unter Türen oder am Treppengeländer fest. Staub landet in einem Behälter und kann im Abfalleimer entleert werden. Das ganze Haus in einem Arbeitsgang zu reinigen wird mit dem Akku nun kabellos möglich sein. So die Werbung… aber stimmt die Akkulaufzeit? Können die Dyson Akkusauger auch Teppiche reinigen?

Absolute, Animal, Fluffy oder Motorhead?

Der V10 und seine verschiedenen Ausführungen

Der V10 ist der erste kabellose Staubsauger von Dyson mit einer vollen Stunde Akkulaufzeit – im Idealfall. Dafür darf er aber nur im niedrigsten Saugmodus laufen und muss ohne den Direktantrieb-Saugaufsatz genutzt werden. Beim durchschnittlichen Einsatz geht dem Akku eher schon nach 30 Minuten der Saft aus. Und wer die höchste Saugstufe einschaltet, muss wie schon bei den älteren Dyson-Akkusaugern nach gut sechs Minuten erneut Strom nachtanken. In der Kategorie Laufzeit sind die Herstellerangaben also mit Vorsicht zu geniessen.

Bei der Saugleistung nehmen die Engländer den Mund aber nicht zu voll. In Sachen Gründlichkeit liegt der V10 tatsächlich auf Augenhöhe mit vielen klassischen Bodenstaubsaugern. Dazu ist der V10 leiser geworden als seine Vorgänger, kommt jetzt auf ein Staubbehälter-Volumen von über einem halben Liter beim Basis-Modell oder einem Dreiviertelliter bei den Premium-Modellen und bietet beim Saugrohr sogar sechs Farben zur Auswahl.

Mittlerweile konzentrieren sich die Engländer auschliesslich auf die kabellose Technologie. Der klassische Bodenstaubsauger ist für Firmenchef James Dyson Geschichte. Dennoch ist es ihm und seinen Ingenieuren auch beim V10 immer noch nicht gelungen, die typischen Nachteile ihrer Akkusauger auszumerzen.

Dyson V10 Absolute Animal Motorhead

Dyson setzt wie gewohnt auf verschiedene Modellvarianten, die Dyson-Käufer schon länger kennen: Absolute, Animal, Fluffy oder Motorhead. Sie unterscheiden sich durch die Art der beigelegten Saugdüsen oder generell durch den Umfang des im Preis enthaltenen Zubehörs. Fluffy ist dabei der Hartboden-Spezialist, der Motorhead als Basis-Modell kommt mit einer Kombidüse für Hart- und Weichböden, während der V10 Animal speziell auf Haustierbesitzer zugeschnitten ist. Die Spitze markiert schliesslich der V10 Absolute mit voller Zubehörausstattung oder der Absolutepro mit kleinem zusätzlichem Leistungs-Tuning. Schon ein Blick auf diese Leistungsdaten genügt, um zu erkennen, wie akribisch Dyson seine kabellosen Staubsauger in nur wenigen Jahren weiterentwickelt hat.

Vorteile: Mit einem Knopfdruck beginnt der Dyson V10 zu saugen. Die Softwalze reinigt sanft Parkettböden nicht nur von Krümeln. Der Boden wird auch leicht poliert. Auch an Ecken und Kanten wird alles sauber. Hohe Teppiche meistert der Dyson mühelos mit der herkömmlichen Walze. Zwischendurch blockiert der hohe Teppich die Walze, lässt sich aber leicht wieder freisetzen. Auf dem Sofa kommt die Miniwalze zum Einsatz. Auch hier entfernt der Sauger spielend leicht Chipskrümel und Staub. Das Staubfach kann per Knopfdruck über dem Abfalleimer geleert und später problemlos ausgespült werden.

Nachteile: Nach einigen Minuten staubsaugen spürt man das Gewicht des Motors, den man im Handteil mit sich herum trägt. Der rote Knopf muss dauerhaft gedrückt gehalten werden, weil er nicht einrastet. Grösster Nachteil ist die mangelhafte Akkulaufzeit: in der höchsten Stufe hält die Akkulaufzeit nur 6 Minuten an, in der mittleren Stufe sind es etwa 34 Minuten. Das reicht für eine normale Wohnung, auch wenn der Hersteller 60 Minuten Akkuleistung verspricht, allerdings ohne Düse und ohne Widerstand in der schwächsten Stufe.

Fazit: lohnt sich der Kauf?

Gibt es bessere kabellose Staubsauger?

Akkulaufzeiten sind ähnlich wie die Verbrauchsangaben von Autos immer relativ zu betrachten. Die Angaben der Hersteller entstehen unter Bedingungen, die mit der Praxis nur sehr wenig zu tun haben. Autofahrer wissen aber in der Regel: Wer viel auf das Gaspedal drückt, landet schnell bei einem doppelten oder noch höheren Spritverbrauch. Beim Staubsaugen ist dieses Bewusstsein weit weniger ausgeprägt. Hier soll es in möglichst kurzer Zeit möglichst sauber werden. Und so wählen viele an ihren Staubsaugern gewohnheitsmässig die maximale Saugstärke aus.

Im Falle eines Akkusaugers von Dyson endet die Hausarbeit dann aber immer wieder schnell nach kaum mehr als 6 Minuten. Das Saugen muss unterbrochen werden, weil das Gerät über 3,5 Stunden neue Energie nachladen muss. Die Möglichkeit zum Akku-Wechsel fehlt bei Dyson bis heute. Dabei stellt ein wechselbarer Akku technisch überhaupt kein Problem dar. Gtech zeigt beispielsweise wie das funktionieren kann. Mit wenigen Handgriffen ist der Akku getauscht und schon erreicht der kabellose Staubsauger von Gtech die doppelte Laufzeit. Die bleibt zudem immer konstant, weil die Gtech Akkusauger durchgängig mit einer hohen Saugleistung arbeiten. Dazu muss die Betriebstaste auch nicht dauerhaft gedrückt werden wie bei Dyson Saugern. Einmaliges Einschalten genügt, Taste loslassen, entspannter saugen und danach einfach wieder abschalten.

Einfacher ist auch die Aufbewahrung eines Gtech Saugers. Der Gtech AirRam steht beispielsweise von ganz allein in der Besenkammer oder in einer anderen Ecke und benötigt nicht die zusätzliche Montage einer Wandhalterung wie bei Dyson. All das sind wichtige Aspekte bei der alltäglichen Nutzung eines Staubsaugers. Bei vergleichbar überdurchschnittlicher Saugleistung kann Gtech hier mit guten Lösungen überzeugen, die bei Dyson seit Jahren fehlen.

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